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Rückblick - Drittes Seminar an der Schlei

In der letzten Januarwoche ging es für uns FÖJler der roten Gruppe nach Ulsnis an die Schlei für unser drittes und vorerst letztes, gemeinsames Seminar. Thema der Woche: Verschwenden beenden. Oder auch "Wie wird man zum Vollzeit-Öki". Spaß beiseite, aber spätestens nach dieser Woche konnte sich dann auch der Letzte nicht mehr vor alternativen Lebensstilen, DIYs - also `Mach es selbst...?´ 🤔 - oder Bio-Siegeln verstecken. Wie ich die Woche erlebt habe, sollt ihr nun erfahren.

Anreise, as always, Montag bis elf Uhr; Dank der Deutschen Bahn sogar pünktlich. Trotzdem war die Freude bei allen groß, gerade jetzt im teilweise doch recht trüben Winter, die anderen wieder zu sehen und ein bisschen Zeit zu verbringen. Nach einer Begrüßungsrunde und gemeinsamem Mittagessen ging es dann nachmittags mit einer Selbstreflexion los. Wie sieht es eigentlich in meinem Leben zum Thema Konsum aus? Ein gelungener Einstieg und eine gutes Fundament für die Woche, wie ich finde. Die abendlichen "Partys" und Billard-Spiele werde ich nur an dieser Stelle erwähnen. Nicht, dass der Eindruck ensteht, FÖJ-Seminare seien unproduktiv...🧐

Der Dienstag begann mit Kurzvorträgen in Kleingruppen. Dabei war von "Das Richtige Frühstück" bis zum allseits beliebten Thema "Vegetarisch & Vegan" so einiges vertreten. Nachmittags ging es auf eine Exkursion zu einem nahe gelegenen Milchvieh-Betrieb. Zwar hatte dieser nicht das Bio-Zertifikat, doch konnte man durchaus von einer "artgerechteren" Haltung der Tiere sprechen. Eine interessante Erfahrung, gerade weil auch der Landwirt seine eigene Sicht und somit auch die wirtschaftliche Seite, außerhalb der ökologisch friedlichen Welt geschildert hat.

Der Mittwochvormittag war dem Thema "Zero Waste" (zu Deutsch: Keine Verschwendung) gewidmet, welches wir anhand einer Doku kennengelernt haben. Im Anschluss wurde das Thema mittels einer Podiumsdiskussion vertieft. In dem Zusammenhang gab es dann noch eine Gruppenarbeit zum Einkaufen und Lagern von Lebensmitteln, etc.. Der Nachmittag brachte dann den praktischen Teil. Als "DIYs" (langsam kann ich das Wort nicht mehr hören) haben wir Mehrweg Frischhaltefolien aus Bienenwachstüchern, Tetrapack-Becher, Einkaufsnetze und - wie sollte es auch anders sein - Sauerkraut hergestellt.

Genauso spannend ging es am Donnerstag mit Virtuellem Wasser weiter. Also die Menge an Wasser, welche bis zur Fertigstellung eines Produktes aufgewendet werden muss, für uns aber nur "virtuell" , also vorstellbar ist, weil sie nicht in direktem Zusammenhang mit unserem Konsum steht. Und ja, 1kg Rindfleisch verbraucht 15.000l Wasser. Vor dem Mittagessen noch schnell ein paar....richtig, DIYs! 😉 Der Nachmittag brachte noch zwei Kurzfilme zum Thema Alternative Lebensstile im Sinne von Selbstversorgung und eine kurze Diskussionsrunde.

Der Freitag bestand aus Aufräumen, Putzen und Beseitigung der Schäden, sowie einem Wochenrückblick und einer Feedback-Runde. Mittags war es dann an der Zeit müde, aber zufrieden abzureisen. Eine wiedermal schöne Woche ging so zu Ende. Vielen Dank an die gesamte rote Gruppe!

Im April findet das Segelseminar statt. Dort sind wir in Kleingruppen auf Schiffe aufgeteilt, weshalb das nächste große und somit auch letzte Treffen im Sommer auf Sylt stattfinden wird.


NEBENBEI: Da ich so ein professioneller Blogger bin, habe ich selbstverständlich vergessen, Fotos während des Seminars für euch zu machen. Diese findet ihr ersatzweise auf Kim-Lotta's Blog "Wilderleben" (www.instagram.com/wilderleben/). Danke, "Lotti"! 😜